Ktipp – oder die hohe Kunst der Konsumentenverarsche
- am März 9, 2012
- von chrugail
- in Shopping
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Ich habe heute mal wieder ein Gratis-Probeheft des Ktipp’s aus dem Briefkasten gefischt. Obwohl ich mir schon längst meine Meinung über Kassensturz und Ktipp gebildet habe, hab ich mich darauf eingelassen und das Magazin durchgeblättert.
Ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind:
AKW sollen gemäss einer Umfrage abgeschaltet werden
einverstanden, sobald mir jemand aufzeigen kann, wie wir den benötigten Strom umweltfreundlich und zum richtigen Zeitpunkt produzieren können. Ich dachte, billige Polemik sei Sache der Rechten?
Neues Handy – Gebührenfalle inklusive
Mal wieder einer hat sich ein Smartphone aufdrücken lassen, ohne sich auch nur ein bisschen zu informieren – und natürlich ist das Telekommunikationsunternehmen schuld – in der nächsten Ausgabe ist dann der Autoverkäufer dran, weil er den Intressenten nicht auf den notwendigen Ausweiss hingewiesen hat – und das Auto nicht automatisch die erlaubten Geschwindigkeiten einhielt?
Jagd nach Aktionen kann man sich sparen
Ich bin weiss Gott kein Rappenspalter – aber das Waschmittel kaufe ich grundsätzlich nur wenn es Aktion ist – weil mir schon längst aufgefallen ist, dass das ohnehin alle paar Monate Aktion ist – ebenso, wie dass die Billiglinie nie im Angebot ist – und das habe ich alles herausgefunden, ohne einen fünfmonatigen Preisvergleich durchzuführen…
Die günstigste Maschine näht schief
Aus diesem Test schliesst der Schreiberling, dass Computergesteuerte Nähmaschinen eher besser abschneiden als mechanische, weil das billigste mechanische Modell (90.-) nicht mit deutlich teureren Computergesteuerten mithalten können (>600.-). Dass ein mechanisches Modell für 154.- mit Testresultat gut abschnitt, muss man selber herausfinden.
Viele machen früh schlap
Brenndauertest von Sparlampen
Mein Lieblingstest!
Da werden frisch&fröhlich Sparlampen von unterschiedlichsten Preis und Brenndauerklassen (von Schaltfestigkeitsklassen sag ich besser nichts) miteinander verglichen.
Es verwundert niemanden, dass von einer Sparlampe, die 6000h brennen soll, nach 6000h eine von 5 Lampen ausgefallen ist?
Eben so wenig sollte es verwundern, dass eine Lampe, welche für 600000 Schaltzyklen konstruiert wurde nach 66000 Schaltzyklen nicht schlappmacht?

Kurz: Test unbrauchbar, setzten!
Da verwundert es doch schongar nicht mehr, dass man nicht erfährt, was genau abläuft, wenn man sich für das Testabo entscheidet.. Wird das automatisch in ein reguläres Abo gewandelt?
Ansichten über Demokratie
- am Juni 25, 2011
- von chrugail
- in Demokratie
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Angeregt von einem Plakat, dass mir in den letzten Tagen x-fach in Winterthur begegnet ist, mache ich mir Gedanken über die Demokratie und wie sie heutzutage gelebt wird..
Dieses Plakat ist für mich ein Ärgernis. Dies alleine deswegen, weil es mir aus meinem kurzen Arbeitsweg mehr als 10mal begegnet. Und ich bin anscheinend noch aus einer Zeit, wo Qualität wichtiger als Quantität war..
Aber erst der Inhalt:
Wir fordern daher das Hotel Zentrum Töss auf, den Antifeministen unverzüglich das
Gastrecht zu entziehen. Die IGAF hat in Winterthur nichts verloren.
Man kann von der IGAF halten, was auch immer man will; aber wer behauptet, dass diese sonderbare, aber legale Gruppierung an einem Ort nichts verloren hat, diskriminiert die Gruppe. Und wenn die Gruppe diskriminiert wird, wird dies zu Ihrem “Erfolg” beitragen – denn es zeigt den Mitgliedern, dass Sie recht haben mit Ihrer Meinung.
Meiner Meinung nach ist das einzige Mittel für ein friedliches Zusammenleben sehr gut in diesem Zitat beschrieben
Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.
(es wird zwar Voltaire zugeschrieben, stammt gemäss Wikiquote aber von Evelyn Beatrice Hall (Pseudonym Stephen G. Tallentyre) aus dem Buch “The Friends of Voltaire”)
Es gibt nur zwei Wege – die Sorgen aller Bürger ernst nehmen und zusammen eine Lösung finden, mit der alle Leben können, auch wenn Sie nicht mit allem Punkten glücklich sind – oder man findet heraus, wer der Stärkste ist und überlässt dem das Feld.. – was für mich aber sehr nach einer Diktatur klingt..
Aber ich bin ja auch einer derer, die froh und dankbar sind, dass Sie in der Schweiz leben dürfen.. – also zählt wohl meine Meinung nicht?
Geotagging – Weshalb?
- am Juni 10, 2009
- von chrugail
- in Fotographie, Geotag
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Nachdem ich in meinem ersten Artikel erklärt habe, was Geotagging ist, gehts im zweiten Teil um das Weshalb.
Was bringt es, die Fotos zu taggen?
Für mich gibt es drei Gründe:
- Informieren
- Präsentieren
- Organisieren
Informieren
Bei der Planung von Ausflügen, spielen Fotos mit Geotags für mich inzwischen eine nicht unbedeutende Rolle. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob sich ein Besuch lohnt, betrachte ich mir die Fotos auf flickr oder locr, statt mir irgend einen Reiseführer (das Buch, nicht einen Menschen) zu kaufen. So gewinne ich schnell einen Eindruck, was andern an diesem Ort aufgefallen ist, und kann entscheiden, ob sich ein Besuch für mich lohnt.
Es funktioniert auch in die andere Richtung. Lade ich jemanden zu mir ein, der den Weg zu mir nicht kennt, kann ich Ihm die Strecke auf Google Maps markieren, und von den wichtigen Kreuzungen Fotos dazu stellen, damit er weiss, wie er mich findet.
Präsentieren
Stell dir vor, du hast einen Ausflug gemacht, oder warst in den Ferien. Zweieinhalb Jahre später schwärmst du deiner Freundin davon vor. Die Reaktion ist klar: “Zeig mal die Fotos”.
Statt dem nervösen Geklicke durch die Zeitleiste deines Fotoverwaltungstool klickst du auf die Kartenansicht, suchst dein Ferienort und hast innerhalb weniger Sekunden alle dort geschossenen Bilder zusammen.
Organisieren
Gelegentlich besucht man seine Familienangehörigen. Wenn man eine etwas bessere Fotokamera hat und auch damit umgehen kann, heisst es bald einmal: “Kannst du noch ein paar Fotos von unser Kindern machen?” Die wachsen ja auch so schnell
.
Irgendwann möchte man Ihnen die Fotos Ihrer Kinder überreichen, als Geburtstagsgeschenk oder ähnlich. Auch hier sind Geotags eine grosse Hilfe.
Und warum machst du Geotags?
Geotagging – Was ist das?
- am Juni 8, 2009
- von chrugail
- in Fotographie, Geotag
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Geotagging ist englisch. Wenn man den Wortstamm anschaut, findet man zwei Teile:
- Geo = geographical identification
- tagging = add a keyword assigned to a piece of information
Geotagging beschreibt das Hinzufügens von geograpischen Informationen.
Am häufigsten werden diese Informationen zu Fotos hinzugefügt, die Technik kann aber auch für Websiten, Twitter-Messages und viele andere Informationen verwendet werden.
Der berühmteste Anwendungsfall von Geotagging ist Google Street View.
Flickr benutzt Geotagging um Fotos auf der Map darzustellen.
Aber auch bei Twitter kann die Localation für jeden Post gesetzt werden, was einem Geotagging light entspricht.
Wie funktioniert Geotagging?
Wir schauen den klassischen, automatischen Fall für ein Foto an. In einer Geotagging-fähigen Kamera steckt ein GPS-Chip, der seine Position anhand der Satelliten bestimmt. Diese Position schreibt die Kamera bei jedem Foto in die EXIF-Tags. Da erst wenige Kameras den passenden GPS-Chip eingebaut haben, und dies auch sehr häufig Mobiltelefone sind (z.B. das iPhone, Das C702i von Sony Ericsson oder das Nokia N85) ist diese Methode für viele semiprofessionelle Kameras keine Option. Um Fotos von diesen Kameras mit Geotags zu versehen, gibt es Software, mit der man den Geotag eines Fotos in andere Fotos kopieren kann oder die Daten eines Geo-Loggers mit den Bildern der Kamera verheiratet. Ich verwende auf dem Mac Geotagalog und HoudahGeo, es gibt aber auch Software wie GPicSync, die unter Linux, OS X und Windows lauffähig ist. Bisher verwende ich keinen richtigen Geo-Logger wie z.B. den Columbus V900, sondern begnüge mich mit meinem iPhone mit einer App names Trails.
Tagst du deine Fotos? Mit welchem Equipment? Oder wenn nein, warum nicht?
Jenseits von Google – Google Squared
- am Juni 6, 2009
- von chrugail
- in Internet, Suchmaschinen
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So ganz stimmt der Titel zwar nicht, aber egal..
Auch Google bleibt nicht stehen – Das neueste Produkt in Ihrem Labor heisst Squared. Mir scheint es, dass Squared von WolframAlpha inspiriert ist. Fakten zu dem eingegebenen Suchbegriff werden in einer Tabelle präsentiert; im Gegensatz zur Alpha sind die Quellen der Informationen ersichtlich. Anders als WolframAlpha benutzt Squared keine von Hand gepflegte Datenbank, sondern basiert auf der gleichen Datenbank wie Googles Websuche. Dies führt mitunter noch zu sehr intressanten Ergebnissen – Wusstest du, dass in die Schweiz ein englischsprachiges Land ist?

Mir gefällt die Darstellung in einer Tabelle – allerdings muss das Ergebnis doch deutlich verlässlicher werden, bevor Google Squared aus dem Labor entlassen kann.

