Ansichten über Demokratie

Angeregt von einem Plakat, dass mir in den letzten Tagen x-fach in Winterthur begegnet ist, mache ich mir Gedanken über die Demokratie und wie sie heutzutage gelebt wird..

Dieses Plakat ist für mich ein Ärgernis. Dies alleine deswegen, weil es mir aus meinem kurzen Arbeitsweg mehr als 10mal begegnet. Und ich bin anscheinend noch aus einer Zeit, wo Qualität wichtiger als Quantität war..

Aber erst der Inhalt:

Wir fordern daher das Hotel Zentrum Töss auf, den Antifeministen unverzüglich das
Gastrecht zu entziehen. Die IGAF hat in Winterthur nichts verloren.

Man kann von der IGAF halten, was auch immer man will; aber wer behauptet, dass diese sonderbare, aber legale Gruppierung an einem Ort nichts verloren hat, diskriminiert die Gruppe. Und wenn die Gruppe diskriminiert wird, wird dies zu Ihrem „Erfolg“ beitragen – denn es zeigt den Mitgliedern, dass Sie recht haben mit Ihrer Meinung.

Meiner Meinung nach ist das einzige Mittel für ein friedliches Zusammenleben sehr gut in diesem Zitat beschrieben

Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.

(es wird zwar Voltaire zugeschrieben, stammt gemäss Wikiquote aber von Evelyn Beatrice Hall (Pseudonym Stephen G. Tallentyre) aus dem Buch „The Friends of Voltaire“)

Es gibt nur zwei Wege – die Sorgen aller Bürger ernst nehmen und zusammen eine Lösung finden, mit der alle Leben können, auch wenn Sie nicht mit allem Punkten glücklich sind – oder man findet heraus, wer der Stärkste ist und überlässt dem das Feld.. – was für mich aber sehr nach einer Diktatur klingt..

Aber ich bin ja auch einer derer, die froh und dankbar sind, dass Sie in der Schweiz leben dürfen.. – also zählt wohl meine Meinung nicht? 😉

This article has 2 comments

  1. Olly

    Hi Chrugail,

    wer ein solches Plakat aushängt hat wohl auch das Problem, die üblichen Wege der Meinungsäußerung in einer gewachsenen relativ ehrlichen Demokratie zu akzeptieren.
    Das hat übrigens der letzte große Diktator Deutschland auch so gemacht – mit seinen Flugblättern. Negative Stimmungsmache oder auch Volksverhetzung nennt man das.
    In diesen Schreiben muss eine Hetze gegen eine Gruppierung vorkommen, damit man die Bösen und die Guten voneinander unterscheiden lernt – aber leider nach deren Maßstäben.
    Sorry – aber das ist kein Kompliment für die Schweiz, wenn solche Plakate hängen gelassen werden. Der erste, der vorbeigeht müsste die Initiative ergreifen und es entfernen. Na, wie wärs?
    LG und SHLM
    Oliver

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.