Jenseits von Google – Google Squared

google-squaredSo ganz stimmt der Titel zwar nicht, aber egal..
Auch Google bleibt nicht stehen – Das neueste Produkt in Ihrem Labor heisst Squared. Mir scheint es, dass Squared von WolframAlpha inspiriert ist. Fakten zu dem eingegebenen Suchbegriff werden in einer Tabelle präsentiert; im Gegensatz zur Alpha sind die Quellen der Informationen ersichtlich. Anders als WolframAlpha benutzt Squared keine von Hand gepflegte Datenbank, sondern basiert auf der gleichen Datenbank wie Googles Websuche. Dies führt mitunter noch zu sehr intressanten Ergebnissen – Wusstest du, dass in die Schweiz ein englischsprachiges Land ist?
schweiz-englisch
Mir gefällt die Darstellung in einer Tabelle – allerdings muss das Ergebnis doch deutlich verlässlicher werden, bevor Google Squared aus dem Labor entlassen kann.

Jenseits von Google – eTools

etoolsInformationen werden nicht mehr gesucht, sondern gegooglet. Google ist unbestritten Marktführer – und doch gibt es andere Suchmaschinen mit intressanten Ansätzen.

Heute möchte ich euch eTools vorstellen. eTools ist eine sogenannte Metasuchmaschine; das bedeutet, dass eTools keinen eigenen Datenbestand pflegt, sondern stattdessen die Resultate anderer Suchmaschinen sammelt, bewertet und ausgibt. eTools verwendet derzeit die Resultate von 14 Datenbanken.

Dies sind:

Neben den grossen Suchmaschinen wie Google, Yahoo und Live werden auch kleinere, spezialisierte Dienste berücksichtigt. Dadurch kann eTools Suchergebnisse präsentieren, welche bei klassischen Suchmaschinen in der Breite nur schwer möglich sind.

etools2
Zusammen mit den vielfälltigen Einstellungsmöglichkeiten (So kann die Wertung der einzelnen Suchmaschinen selbst angepasst werden) hätte eTools durchaus Chancen, für viele Internetbenutzer zur bevorzugten Suchmaschine zu gehören.

Dass dies nicht der Fall ist, liegt meiner Meinung nach aber nicht nur an der Marktmacht von Google, sondern ist teilweise selbstverschuldet. Das Design von eTools ist im Web 1.0 steckengeblieben und das Werbebanner im Kopf der Seite wird sicherlich Geld bringen, wirkt im Vergleich zur Startseite von Google und Co sehr aufdringlich.

Jenseits von Google – mageleo

mageleoInformationen werden nicht mehr gesucht, sondern gegooglet. Google ist unbestritten Marktführer – und doch gibt es andere Suchmaschinen mit intressanten Ansätzen.

Heute möchte ich euch mageleo vorstellen.
mageleo basiert wie hulbee auf BOSS (Build your Own Search Service) von Yahoo!.
Die Suchergebnisse sind dadurch identisch mit denen von Yahoo! Search. Einzigartig wird mageleo dadurch, dass links neben den Suchergebnissen ein Register erscheint, dass hilft, die Suche einzugrenzen. Zusätzlich ist zu jedem Suchresultat ein Vorschaubild vorhanden, dass sich vergrössert, sobald man mit der Maus drüberfährt. Als negativ empfand ich es, dass die Suche nicht als GET-Parameter an die URL angehängt werden, wodurch keine Möglichkeit besteht, den Link für eine weitere Verwendung zu kopieren.

Zensur – test and fail

herdictDas schlimme an der Zensur ist für mich, dass ich nicht weiss, wovor man mich beschützen will. Als mündige Person will ich selber entscheiden, was mir gut tut, und was nicht. Darum war nach dem Artikel auch nicht Schluss für mich. Ich habe mir den Beitrag von apophis angesehen, und wilkürlich eine Seite aus seiner Liste ausgewählt. Dies mit einem Gefühl des Ekels, da ich ja gemäss Kobik davon ausgehen musste, dass sich hinter dieser Adresse Kinderpornographie verbirgt. Wie die Cablecom von apophis blockt auch die Ticinocom bei mir die Seite:

bad-top

Ich habe die Seite, die ich für den Test verwendet habe, mit einem unzensurierten DNS-Server besucht:

bad-top.com Danke, lieber Staat, dass du mich davon beschützen willst! Es sieht ganz so aus, als ob unsere Zensurliste mit grösster Sorgfalt gepflegt wird.

Damit haben wir eine Seite, mit der man testen kann, ob der DNS-Server des eigenen Providers zensuriert wird, ohne zu riskieren, dass man sich eklige Bilder ansehen muss.
Damit nicht nur wir etwas vom Test haben, sondern er international durchgeführt werden kann, empfehle ich herdict.org, eine Seite mit der Jonathan Zittrain, einem Professor in Harvard, aufzeigen will, welche Seiten in welchen Ländern geblockt werden. Ich habe dort die geparkte Domain bad-top.com angemeldet und mein Ergebnis eingetragen – es wäre schön, wenn ihr auch mitmacht.

Jenseits von Google – hulbee

hulbee.chInformationen werden nicht mehr gesucht, sondern gegooglet. Google ist unbestritten Marktführer – und doch gibt es andere Suchmaschinen mit intressanten Ansätzen.

Heute möchte ich euch hulbee vorstellen.
hulbee basiert auf BOSS (Build your Own Search Service) von Yahoo!.
Die Suchergebnisse sind somit identisch mit denen von Yahoo! Search. Einzigartig wird hulbee dadurch, dass links neben den Suchergebnissen eine Tagcloud eingeblendet wird, in welcher Begriffe, die mit der Suche in Zusammenhang stehen, ersichtlich sind. Fährt man mit der Maus über ein Tag, wird der Begriff in den Suchresultaten markiert. Bringt die erste Suche nicht die erwünschten Resultate, kann man den Suchbereich durch einen Klick auf einen Tag weiter eingrenzen. Auch das Design von hulbee ist sehr ansprechend – aber ob das zusammen mit der Tagcloud reicht, um Erfolg zu haben?

Schutz oder Zensur (DNS-Sperren)

kobik“Hilfe, unser Internet soll zensuriert werden” – dieser Aufschrei aus unserem nördlichen Nachbarland ist nicht zu überhören.

Und ganz ehrlich – ich habe mitgeschriehen. Ich habe etwas gegen Bevormundung, und Zensur halte ich für eines Rechtstaates unwürdig.

Um was geht es? Gemäss eines Gesetzentwurfes sollen die Internet-Provider verpflichtet werden, eine vom Bundeskriminalamt vorgegebene Liste von Webseiten mit strafbaren Inhalten zu sperren. Dies soll geschehen, indem zu sperrende DNS-Namen auf ein Stoppschild mit weiteren Hinweisen umgeleitet werden. Mehr zu diesem Gesetz findet sich auf Wikipedia.

Die Idee einer Sperre auf DNS-Ebene hört sich für Profis ausgesprochen DUMM an – lässt sich eine solche Sperre doch innerhalb weniger Sekunden umgehen. Wie eine DNS-Sperre funktioniert, wird in diesem Video eindrücklich gezeigt.

Wer die Sperre umgehen will, findet auf Youtube die entsprechenden Anleitungen.

Die einfache Umgehung der Sperre wird von vielen bemängelt – für mich ist dieser Umstand der einzige Grund, der Idee zustimmen zu können. (Die Frage, ob dies von den Politikern beabsichtigt wurde, lassen wir besser weg.)

In der Diskussion um die Sperren äussert Ursula von der Leyen unter Anderem das Argument, dass eine DNS-Sperrung in andern Ländern wie Dänemark, Norwegen oder der Schweiz bereits vorgenommen wird.

Da horcht der Schweizer auf – “Wie? Bei uns wird das Internet zensuriert?”
Google half mir aus der Klemme; es ist wirklich so, dass in der Schweiz die Provider vom Kobik gebeten wurden, eine entsprechende Liste in ihre DNS-Server einzupflegen. Gebeten wurden ist laut diesem Bericht übrigens die richtige Wortwahl. Auch das Kobik äussert sich auf Nachfrage entsprechend.

Diese Freiwilligkeit ermöglicht mir, die Massnahme im Zusammenhang mit der einfachen Möglichkeit der Umgehung als das zu sehen, was ich mir wünsche:
Als ein kleiner Betrag dazu, nicht “Tech- und Internetoiden” Eltern zu helfen, ihre neugierigen Kinder vor dem zu schützen, was ihnen schadet. Dies könnte aber meiner Meinung nach viel besser dadurch gelöst werden, dass die Provider standartmässig “kastrierte” Zwangs-DNS-Server anbieten, der Vertragsnehmer aber die Möglichkeit hätte, die Filterung seinen Wünschen anzupassen. Standartmässig deshalb, weil es meinen Erfahrungen nach so ist, dass Otto-Normalverbraucher noch immer nicht gemerkt hat, dass das Internet mindestens so gefährlich sein kann, wie die Langstrasse bei Nacht.

Es wäre schön, wenn unsere Regierungen nicht versuchen würden, uns zu bevormunden, sondern das Problem an den Wurzeln packen würden.
Schliesst Kinderporno- und andere illegale Seiten (Der grössere Teil der in Norwegen gesperrten Domainnamen stehen übrigens in Staaten, die Gesetzte gegen Kinderpornographie haben), gebt den Laien ein Mittel Ihre Kinder zu schützen und glaubt den Profis, dass sie wissen, was sie tun.

Wenn ich eine bestimmte Seite im Internet sehen will, dann sehe ich sie mir an – dies kann auch die Zensur in China nicht verhindern…

P.s. bei meinen Recherchen für dieses Thema habe ich festgestellt, dass Ticinocom einer der Provider ist, die mitmachen bei der DNS-Umleitung.

WolframAlpha – Wissensdatenbank, Google-Killer oder nur eine Suchmaschine

wolframalphaIrgendwann in den nächsten 3 Tagen wird WolframAlpha starten – die Erwartungen sind hoch, zumindest meine.
Für diejenigen, die noch nicht von WolframAlpha gehört haben, eine kurze Zusammenfassung. WolframAlpha wird von Ihrem Erfinder Stephen Wolfram als “rechnende Wissensmaschine” (computational knowledge engine) bezeichnet. Anders als bisherige Suchmaschinen spuckt Alpha keine Liste von mehr oder minder relevanten Websiten aus, sonder beantwortet schlicht die Fragen. Dies wird vorerst, gemäss den bisherigen Informationen, nur auf Englisch geschehen. Selber testen ist noch nicht möglich – der veröffentlichte Screencast weckt aber bereits die Vorfreude. Es beeindruckt, wie auf eine Frage wie “Internet User in Europe” nicht einfach eine Liste mit Webseiten erscheint, sondern eine Übersicht mit den relevanten Informationen.
internet_user

Trotzdem erwarte ich nicht, dass WolframAlpha Google verdrängen kann; einerseit sind die Ansätze zu verschieden, aber noch viel wichtiger scheint mir, dass WolframAlphas Glaubwürdigkeit steht und fällt mit den dargestellten Informationen. Dies wird dazu beitragen, dass Wolfram und sein Team ihren Index langsamer als Google erweitern können wird.
Bei Google ist das anders – jeder weiss, dass der Ersteller der Website Schuld an den falschen Informationen ist, nicht die Suchmaschine.
Als viel grösser erachte ich die Konkurrenzsituation zwischen WolframAlpha und Wikipedia. Aber auch hier erscheinen mir die Überschneidungen für einen Verdrängungskampf zu gering.

Alpha ist, soweit sich das bisher sagen lässt, keine Wissensdatenbank, keine Suchemaschine und auch nicht der Google-Killer – und hat doch von jedem etwas.
Ich bin überzeugt, WolframAlpha wird seinen Platz finden – und schon bald werden wir nicht mehr wissen, wie wir ohne die rechnende Wissensmaschine leben konnten.

Liveshopping in der Schweiz

livebuzz.chZuerst waren die Marktschreier – bekannt als billiger Jakob;
Danach kam das Teleshopping;
Als nächste Stufe ist nun das Liveshopping da.

Das Konzept bleibt gleich:
Pro Tag wird ein Produkt in begrenzter Anzahl zu einem niedrigen Preis angeboten: “es hät, so langs hät”.

Auch das Problem ist das gleiche:
Schaue ich nicht rechtzeitig beim Anbieter vorbei, verpasse ich möglicherweise ein intressantes Angebot.

Zwar ist das Angebot auf dem schweizer Markt noch übersichtlich, trotzdem artet der tägliche Besuch aller intressanten Anbieter nach kurzer Zeit in Arbeit aus.

Dieses Problem gelöst zu haben, behauptet livebuzz.ch von sich. Auf dieser Seite sind die aktuellen Angebote der schweizer Liveshopping-Anbieter auf einen Blick ersichtlich.
Trotz dieser Hilfe muss man selbst wissen, wann die Aktualisierungen auf der Website der Anbieter stattfinden, denn die intressanten Angebote sind schnell vergriffen.

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