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	<title>blog.chrugail.ch &#187; Kinderpornographie</title>
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		<title>Schutz oder Zensur (DNS-Sperren)</title>
		<link>http://blog.chrugail.ch/2009/05/17/schutz-oder-zensur-dns-sperren/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 14:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chrugail</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[DNS-Sperren]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderpornographie]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Hilfe, unser Internet soll zensuriert werden&#8221; &#8211; dieser Aufschrei aus unserem nördlichen Nachbarland ist nicht zu überhören. Und ganz ehrlich &#8211; ich habe mitgeschriehen. Ich habe etwas gegen Bevormundung, und Zensur halte ich für eines Rechtstaates unwürdig. Um was geht es? Gemäss eines Gesetzentwurfes sollen die Internet-Provider verpflichtet werden, eine vom Bundeskriminalamt vorgegebene Liste von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.chrugail.ch/wp-content/uploads/2009/05/kobik-267x300.png" alt="kobik" title="kobik" width="267" height="300" class="alignright size-medium wp-image-85" />&#8220;Hilfe, unser Internet soll zensuriert werden&#8221; &#8211; dieser Aufschrei aus unserem nördlichen Nachbarland ist nicht zu überhören.</p>
<p>Und ganz ehrlich &#8211; ich habe mitgeschriehen. Ich habe etwas gegen Bevormundung, und Zensur halte ich für eines Rechtstaates unwürdig.</p>
<p>Um was geht es? Gemäss eines Gesetzentwurfes sollen die Internet-Provider verpflichtet werden, eine vom Bundeskriminalamt vorgegebene Liste von Webseiten mit strafbaren Inhalten zu sperren. Dies soll geschehen, indem zu sperrende DNS-Namen auf ein Stoppschild mit weiteren Hinweisen umgeleitet werden. Mehr zu diesem Gesetz findet sich auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Bek%C3%A4mpfung_der_Kinderpornografie_in_Kommunikationsnetzen" target="_blank" class="liwikipedia">Wikipedia</a>.</p>
<p>Die Idee einer Sperre auf DNS-Ebene hört sich für Profis ausgesprochen DUMM an &#8211; lässt sich eine solche Sperre doch innerhalb weniger Sekunden umgehen. Wie eine DNS-Sperre funktioniert, wird in diesem Video eindrücklich gezeigt. </p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="300" height="250" src="http://www.youtube.com/embed/GUT_o23zqdk" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<p>Wer die Sperre umgehen will, findet auf Youtube die entsprechenden Anleitungen.</p>
<p>Die einfache Umgehung der Sperre wird von vielen bemängelt &#8211; für mich ist dieser Umstand der einzige Grund, der Idee zustimmen zu können. (Die Frage, ob dies von den Politikern beabsichtigt wurde, lassen wir besser weg.)</p>
<p>In der Diskussion um die Sperren äussert <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen" target="_blank" class="liwikipedia">Ursula von der Leyen</a> unter Anderem das Argument, dass eine DNS-Sperrung in andern Ländern wie Dänemark, Norwegen oder der Schweiz bereits vorgenommen wird.</p>
<p>Da horcht der Schweizer auf &#8211; &#8220;Wie? Bei uns wird das Internet zensuriert?&#8221;<br />
Google half mir aus der Klemme; es ist wirklich so, dass in der Schweiz die Provider vom <a href="http://www.kobik.ch/" target="_blank" class="liexternal">Kobik</a> gebeten wurden, eine entsprechende Liste in ihre DNS-Server einzupflegen. Gebeten wurden ist laut <a href="http://www.blogg.ch/index.php?/archives/444-Kampagne-Stopp-Kinderpornografie-im-Internet!-Das-Ross-wird-am-Schwanz-aufgezaeumt.html" target="_blank" class="liexternal">diesem Bericht</a> übrigens die richtige Wortwahl. Auch das Kobik äussert sich <a href="http://www.symlink.ch/comments.pl?sid=08/12/27/1947250&#038;cid=21" target="_blank" class="liexternal">auf Nachfrage</a> entsprechend. </p>
<p>Diese Freiwilligkeit ermöglicht mir, die Massnahme im Zusammenhang mit der einfachen Möglichkeit der Umgehung als das zu sehen, was ich mir wünsche:<br />
Als ein kleiner Betrag dazu, nicht &#8220;Tech- und Internetoiden&#8221; Eltern zu helfen, ihre neugierigen Kinder vor dem zu schützen, was ihnen schadet. Dies könnte aber meiner Meinung nach viel besser dadurch gelöst werden, dass die Provider standartmässig &#8220;kastrierte&#8221; Zwangs-DNS-Server anbieten, der Vertragsnehmer aber die Möglichkeit hätte, die Filterung seinen Wünschen anzupassen. Standartmässig deshalb, weil es meinen Erfahrungen nach so ist, dass Otto-Normalverbraucher noch immer nicht gemerkt hat, dass das Internet mindestens so gefährlich sein kann, wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Langstrasse" target="_blank" class="liwikipedia">Langstrasse</a> bei Nacht.</p>
<p>Es wäre schön, wenn unsere Regierungen nicht versuchen würden, uns zu bevormunden, sondern das Problem an den Wurzeln packen würden.<br />
Schliesst Kinderporno- und andere illegale Seiten (Der grössere Teil der in <a href="http://mogis.wordpress.com/2009/04/13/moeglichkeiten-der-rechtlichen-verfolgung/" target="_blank" class="liexternal">Norwegen gesperrten Domainnamen</a> stehen übrigens in Staaten, die Gesetzte gegen Kinderpornographie haben), gebt den Laien ein Mittel Ihre Kinder zu schützen und glaubt den Profis, dass sie wissen, was sie tun. </p>
<p>Wenn ich eine bestimmte Seite im Internet sehen will, dann sehe ich sie mir an &#8211; dies kann auch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internetkontrolle_in_der_Volksrepublik_China" target="_blank" class="liwikipedia">Zensur in China</a> nicht verhindern&#8230;</p>
<p>P.s. bei meinen Recherchen für dieses Thema habe ich festgestellt, dass <a href="http://www.ticinocom.com/" target="_blank" class="liexternal">Ticinocom</a> einer der Provider ist, die mitmachen bei der DNS-Umleitung.</p>
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